Gemüse regional, fair und nachhaltig erzeugen: SoLaWi-Rhein-Ahr und Klimawerkstatt im Dialog
Wie funktioniert eine SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft)? Und wie kann man als Konsument regelmäßig frisches, gesundes Gemüse aus der Region beziehen?
Auf Einladung der Klima-Werkstatt informierten hierzu Andreas Nuppeney, der als Landwirt biozertifiziertes Gemüse auf seinem Hof in Wehr anbaut, und Vertreterinnen des SoLaWi e. V. Sie zeigten, wie Erzeuger und Konsumenten gemeinsam Verantwortung für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung übernehmen – ohne Zwischenhandel, ohne Verpackungsmüll, aber mit Transparenz, Fairness und aktiver Teilhabe. Nuppeney betonte, dass diese Form der Landwirtschaft Erzeuger und Konsumenten zusammenbringt, Überproduktion vermeidet und dem Landwirt Planungssicherheit gibt.
Erzeuger und Konsumenten einigen sich jährlich auf Basis der vom Landwirt ermittelten Produktionskosten auf Beträge für einen Gemüseanteil, der von den Konsumenten zu entrichten ist. Im Laufe des Jahres erfolgt wöchentlich die Auslieferung des Gemüses an privat organisierte Verteilstationen in der Region, von dort holen die Konsumenten ihre Gemüsekisten ab. Wer sich aktiv bei Pflege oder Ernte beteiligen möchte, ist zu Helfertagen auf dem Hof eingeladen.
Die nachhaltige Bewirtschaftung ist ein wichtiger Beitrag im Klimaschutz, sie trägt zur Umweltschonung und Artenvielfalt bei, sensibilisiert Verbraucher für biologische Zusammenhänge und ermöglicht, Produkte von hoher Qualität zu erzeugen.
Bislang gibt es in Andernach noch keine Verteilstation; bei Bedarf könnte dies vor Ort möglich sein. Interessierte können Kontakt aufnehmen zu Angelika Montwe, Tel.: 0175 8589148 oder sich informieren unter www.solawi-rhein-ahr.de.

Fotograf: Karl-Peter Schmelzeisen
